Bienen-Blog

 

10. Mai 2019 – Liebe Leute! Lasst einfach mal die Bienen in Ruhe! Im Feber lese ich in der Kronen Zeitung, dass ich meine Bienen füttern muss: danke! Ich habe eine Ausbildung und weiss selber und mit Hilfe meines Vereins und meiner Imker-Kollegen, was ich zu tun habe. Und gerade eben schaue ich im ZDF einen Bericht über die Biennale und höre, dass es „in Venedig wie in einem Bienenstock zugeht“: Nein, liebe Leute, so geht es in einem Bienenstock nicht zu! Die Bienen sind nicht wie die Moderatorin aufgemotzt mit Lederjacke und rotem Schal, was offenbar nötig ist, um den abgefuckten Leiter der Biennale Ralph Rugoff (von dem Wikipedia nicht weiß, wann er geboren ist: ist das die Unschärferelation echter Kunstmediatoren?) zu befragen, der Bullshit redet. „Diese Biennale ist einfach unfassbar riesig: wie kann man das schaffen?“ , sagt die un-Bienen-mäßig, aber sicher Biennale-mäßig aufgebrfetzelte Moderatorin. Weil die Bienen-Thematik die Amis nicht tangiert, lautet die Antwort nicht: es ist wie ein Bienen-Volk. Sondern irgend was anderes, was auch niemanden interessiert: Danke, Ralph Rugoff!

3. Februar 2019 – Schaue gerade auf Phoenix einen Bericht über Amis, die neue Tierarten entdecken: Sorry, da muss ich Rassist sein: Amis entdecken neue Tierarten nur für eine Gewinn-Optimierung: bitte verhindern! Ich möchte einen Artikel des Grazer Mediziners Dr. Bernd Hontschik in der Frankfurter Rundschau empfehlen.

Ich freue mich darüber dass am ersten Tag des Bayerischen Votums für Artenvielfalt über 11.000 Menschen unterschrieben haben: so ist München! Auch dafür liebe ich diese Stadt! Die CSU ist nicht dafür, sie möchten andere Maßnahmen präsentieren, die auch die Landwirte betreffen. Tja, wir sind gespannt, Markus.

Ja, meinen Bienen geht es gut! 6 Wabengassen sind belebt, das ist doch ein gutes Zeichen.

9. Dezember 2018 – Umstellung: das einzig überlebende Volk wird von Hawei nach Süden gestellt: da ist einfach mehr Tracht. Schwere Arbeit, aber mit hoffentlich guten Honig-Ergebnissen im kommenden Jahr.

28. Dezember 2018 – Heute mit Helmut Qxalsäure-Behandlung mit Dampf gemacht bei seinen Völkern. Das erste war leer, auch ohne erkenntlichen Grund. Dann alles normal, bis wir ein Volk öffneten und es waren sehr viele Bienen da: allerdings Drohnen! Auch dafür gibt es eigentlich keine Erklärung. Die Drohnen werden im frühen Herbst ausgesondert. Das Volk dann geöffnet: nichts mehr drin, keine Brut, natürlich keine Königin, nur oben die Drohnen. Auch die Anrufe bei anderen Imkern brachten keine Erkenntnisse. Tja, die Natur … 

27. Dezember 2018 – Qxalsäure-Behandlung mit nicht absehbaren Folgen: Auch Süden 1 ist leer! Das war das Volk von Helmut mit einer kekennzeichneten Königin (hatte ich noch nie!) Alle weg. Zum Glück habe ich diesen Standort schon länger und weiß, dass hier nichts passiert: Die Eigentümer lieben die Bienen und der Gärtner auch, sein Großvater in Rumänien hatte auch Bienen. Gründe: keine erkenntlichen.

15. Dezember 2018 – Und jetzt ist Kärnten auch noch Glyphosat-Frei: gibt es noch mehr gute Gründe, In Klagenfurt Bienen zu halten?!

15. November 2018 – Mit Klaus, einem (hoffentlich) angehenden Jung-Imker aus Kärnten noch mal zu Süden geschaut. Der kleine Stock ist leer, die Bienen sind in den anderen Stock gewandert und wir bauen ihn gemeinsam ab. Meine theoretischen Ausführungen waren nicht so effizient wie diese kleine Arbeit am Stock. Ich hoffe, er setzt kommendes Jahr seine Idee um. Und ich verstehe nicht, wie ein anderer Imker ihm sagt, Donnerstag bis Sonntag für die Bienen Zeit zu haben ist zu wenig. Das ist mehr als genug Zeit!

30. Oktober 2018 – Es gibt keine Insekten mehr. Licht im Zimmer bei Nacht und nichts fliegt rein. Die Millionen von Toten habe ich immer wegreationalisiert, aber bei den Insekten gelingt das nicht. Da fällt mir das Buch von Rainer Mausfeld in die Hände: Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zertstören. Er bezieht sich auf Noam Chomsky, für mich als Germanistin eine seriöse Quelle, und Inge Maus: Mausfeld – Maus? Zugegebenermaßen drängte sich der Verdacht auf Verschwörungstheorie auf. Doch Inge Maus ist eine hochqualifizierte Demokratie-Forscherin. Die Fakten in diesem Buch sprechen für sich und decken sich mit vielen meiner Erkenntnisse, z.B, aus der Literatur: die wirklich kritischen Schriftsteller in Deutschland der 60er und 70er Jahre wurden nicht groß und sind heute vergessen. Alle bekannten Schriftsteller wurden von den Us-NGOs im Deutschland der Nachkriegszeit gefördert. Allein deshalb muss ich dieses Buch ernst nehmen. Und es ist erschreckend – wahr. Empfehlenswert! Mit nicht absehbaren Folgen.

15. Oktober 2018 – Ameisensäure raus, bei allen Völkern. Es hat noch immer bis zu 25°. Varroa-Abfall ist wenig.

5. Oktober 2018 – Nächste Behandlung mit Ameisensäure. Hoffentlich überstehen sie es gut.

5. September 2018 – In der Bild gibt es einen Artikel zur Warnung an Veganer: Kein Obst oder Gemüse, das durch Bestäubung befruchtet wurde, darf gegessen werden. Mir wird langsam klar, was da läuft: Es ist die Vorbereitung auf die (sehr nahe) Zeit, in der es nichts durch Bestäubung mehr geben wird. Die Politik der Agrar- und Pharma-Konzerne trägt „Früchte“, leider vergiftete. Eine nächste Generation soll rechtzeitig umgepolt werden.

4. September 2018 – Ameisensäure für alle, 100 bzw. 150 ml. Seit Freitag hat es geregnet, jetzt scheint wieder eine trockene Zeit zu kommen.

11. August 2018Helmut Prettenhofer, Imkermeister aus Oberlaa, bringt einen Stock mit neuer Reinucht-Königin als Unterbau für Süden. Wir räumen alles ab und finden im Honigraum eine bebrütete Wabe. Die kommt mit anderen Waben in einen Stock daneben.Vielen Dank, lieber Helmut! Der Garten ist großartig und so schmeckt auch der Honig von Süden. Ich freue mich auf ein vitales Volk für 2019!

7. August 2018 – Süden hat keine Brut, da ist wohl die Königin verloren gegangen. Westen ist ok, beide Völker.

18. Juli 2018 – Beginn der Fütterung. Wie mir Klaus Dankl, Imkermeister in Schwaz, gesagt hat, füttert er so wie die Schweizer Imker mit Zuckerwasser statt Apiinvert. Grund: In Apiinvert ist Mais (Ami-Überschuss?!), das die Bienen überhaupt nicht brauchen. Das Zuckerwasser umzuwandeln kostet die Bienen zwar mehr Engergie, aber es reinigt auch das Volk.

16. Juli 2018 – Mein Bienen-Vater Walter Enzinger schaut mit mir die Völker durch: danke, lieber Walter für ein immer offenes Ohr und so viele gute Ratschläge im Sinne der Bienen!Wir arbeiten von 12.45 bis 17.20, am Schluss ist Südfen dran und die Bienen sind aufgeregt. Walter arbeitet natürlich ohne Schleier, als das Blut rinnt, kann ich ihn doch überreden. Als wir im Auto sind, es ist 17.20 Uhr, wissen wir den Grund der Aufregung: ein schweres Gewitter geht runter! Unter den Bäumen war es nicht so auszumachen.

14. Juli 2018 – Durchsicht und Abschleudern. Alle Völker hatten noch verdeckelte Honigwaben. Süden, mein Vorzeigevolk 2018, hatte noch 16,3 Kilo, das ist großartig. Westen 1 hat den Honig selber gebraucvht, Westen 2 hatte 6 ganz verdeckeltre und 4 halb verdevckelte Waben, der Honig darin hatte 16,5%. Die Honigernte 2018 war sensationell! 

9. Juni 2018 – Und nochmal Westen, diesmal probiere ich dsa Schleudern in der Heiligenstätterstraße aus. 35 Euro Grundgebühr, dann 0,40 pro Rahmen. Lohnt sich wirklich nur, wenn sich mehrere zusammentun und große Honigrähmchen wären natürlich auch effizienter. Ansonsten sehr bemüht, die eigene Praxis ist nicht ausgeprägt.

2. Juni 2018 – Und noch mal Süden: diesmal ein nahezu reiner Lindenblütenhonig, schmeckt phantastisch. Hoffentlich kann ich einige Gläser retten für den Herbst/Winter.

26. Mai 2018 – Westen hat länger gebraucht für volle Honigzargen: sie haben nicht die paradiesische Fülle von Süden. Der Honig schmeckt tiefer, waldiger.

19. Mai 2018 – Und wieder beide Honigräume voll bei Süden. Zur Kaffepause gibts die königliche Hochzeit: und im Honigraum tropft natürlich der Royal Wedding Honey in die Eimer.

5. Mai 2018 – Schleudern: Süden hat beide Honigräume voll, gute 15 Kilo. Immer wieder eine wunderbare Sache, den goldenen Honig rinnen zu sehen. Das Entdeckelungswachs wird separat gereinigt und für die Propoliscreme und den Lippenbalsam verwendet.

27. April 2018 – Zuerst die lange Kälte und jetzt der Frühling in aller Heftigkeit: alles blüht gemeinsam: Obstbäume und sogar der Raps auf der Fahrt nach Nierdersulz. Süden scheint aufgeregt: Schwarmstimmung?

20. April 2018 – Heute war die aufgesetzte Zarge komplett ausgebaut. In 13 Tagen 10 Flachzargen, das ist eine Leistung und da muss schon eine beachtliche Menge an Bienen da sein. Die Kälte scheint ihnen also nicht so viel auszumachen, dass alles still steht. Sehr spannend! Bei Westen geht es etwas langsamer: vom aufgesetzten sind bei beiden Völkern nur 4 (W1) bzw. 5 (W2) ausgebaut. Weniger Sonne am Standort, in einer Senke, da ist es offenbar länger kühl: Kältesee?

7. April 2018 – 19° und Sonne. Ich habe schon im März bei Süden eine Zarge aufgesetzt, die ist bis heute nicht ausgebaut. War eindeutig zu früh, aber die Kälte war nicht vorherzusehen. Westen 1 und 2 haben unten angebaut. Varroa gibts nirgends mehr.

24. März 2018 – 12° und Sonne: scheint zu halten jetzt mit dem Frühling. Alle Völke sind sehr aktiv, es war also genug Futter. Sie tragen Pollen ein und das Bienenjahr ist in vollem Gang. Absperrgitter aufgesetzt. Im Verein gab es einen lange Vortrag darüber, wie Völker verhungern, ohne eine genaue Anleitung, wie es zu verhindern wäre. Angstmache gibt es auf vielen Gebieten und immer ist sie einfach widerlich.

20. März 2018 – Seit 18.3. liegt wieder Schnee. Die Bienen sind schon geflogen, wahrscheinlich hat auch die Brut schon begonnen und jetzt diese lange Zeit der Kälte: wird sich das ausgehen mit dem Futter? Hoffentlich kommt der Frühling bald und dauerhaft.

13. März 2018 – Die Temperaturen waren bis Samstag, 17. Feber, deutlich im Plus, dann aber am 18.2.: -6°. Und so ist es geblieben, es lag Schnee ab 20.2. und -6° den ganzen Tag über. Am 27. Feber habe ich notiert: etwas wärmer, aber trotzdem tagsüber  -9°. Nochmal Schnee am 2. März, der liegt bis zum Mittwoch, 7.3., da hat es +3° morgens und +16! tagsüber. 16 bis 18° am 8.3., in der Sonne über 30° heute. War es das jetzt mit dem Winter?

11. Feber 2018 – Süden hat 3 Varroen in 2 Wochen, beide Völker Westen gar keinen Abfall. Wunderbar.

25. Jänner 2018 – 5° und trotzdem fliegen einzelne Bienen!  Der Varroa-Abfall ist gering: gute Vorzeichen fürs Überleben!

6. Jänner 2018 – Wieder unter 10°, aber 8° bei Sonne: das reicht allemal für Flüge! Einige krabbeln raus und schütteln sich, viele kommen bereits mit Pollen beladen. Sieht so aus, als wäre das Sammeln bei diesen Temperaturen anstrengender. Lange Rast nahe dem Flugloch, dann erst Auffliegen und die Beute in das Innere bringen.

5. Jänner 2018 – Eine Warmfront bringt 12°. Gut für Reinigungsflüge, aber nicht nur das: die Salweide blüht schon. Der Beginn

Freitag, 29.12.2017 – Oxalsäure-Behandlung mit sehr positiven Überraschungen: alle Völker sind sehr vital, auch das kleinste Volk Westen 1. Der heurige Winter wird wieder warm. Am 16.11. gab es eine erste Frostnacht, danach wurde es wieder wärmer, 10° am 21. November, 12° am 22. November. Eine weitere Phase um die 8° endete am 29.11., am 30.11. lag zum ersten Mal Schnee. Am 29.12. Oxalsäure-Behandlung mit sehr positiven Überraschungen: alle Völker sind sehr vital, auch das kleinste Volk Westen 1.

Freitag, 22. September 2017 – Bei Westen gibt es im hohlen Walnussbaum ein Hornissennest. Sie fressen die Bienen, ich konnte sie immer wieder vor dem Flugloch beobachten. Jetzt machte sich eine über meine Bienen-Tasche her: wunderschön, aber auch ziemlich bedrohlich! Im Winter werden die Nester ausgeräumt, dann ist kommendes Jahr hoffentlich friedlicher!

Samstag, 16. September 2017 – Die Herbststürme kommen und der morsche Baum bröckelt Stück für Stück ab. Zum Glück ist er bereits so weit herunter geschnitten, dass nichts mehr auf die Stöcke gefallen ist.

Freitag, 11. August 2017 – Ein Stück vom morschen Baum hat den Bienenstock umgeworfen. Zum Glück war schon alles fest verklebt und s ist nichts auseinander gebrochen. Alle Rähmchen sind noch am Platz. Aufstellen und hoffen, dass die Bienen den Schock bald vergessen haben.

Donnerstag, 3. August 2017 – Westen 1 steht in der Sonne, da kann es heiß werden. Eine kleine Traube kühlt sich tief unten und außen ab.

Samstag, 29. Juli 2017 – Süden ist ein vitales Volk, jetzt beginnt die Fütterung vor der ersten Ameisensäure-Behandlung. Vorher noch auf 3 Zargen reduzieren, dafür probiere ich mal eine Bienenflucht aus. Drohnen haben sich im Absperrgitter verfangen: beim Hinaufklettern in den Honigraum? Denn oben war keine Brut.

Donnerstag, 20. Juli 2017 – Die Zierliche Gemüsewanze macht es sich am Stock gemütlich. Ich habe noch keine Meldung über ihre Schädlichkeit gefunden. Sie gehen auch nicht in den Stock. Die Waben sind schön ausgebaut.

Donnerstag, 13. Juli 2017 – Besuch bei Walter Enzinger in Gföhl. Es ist immer wieder spannend! Das Bienenhaus ist optimal eingerichtet, eine Winde hebt die Zargen hoch. Der Smoker hat Altertumswert: eine Schraube wird gedreht, damit wird Luft reingeblasen. Er arbeitet mit Bannwaben und hat beste Ergebnis, sowohl was die Varroa-Belastung betrifft als auch den Honig-Ertrag. Heute wird einem Ableger eine neue Königin zugesetzt.

Samstag, 1.7.2017 – Schleudern! Von nur 8 Rähmchen von Süden, dem Schwarm vom letztjährigen Pfingstsonntag, gabs fast so viel Honig wie 2016 von 2 Völkern. Großartig! Meine Schleuder, für die ich mitgezahlt habe, wird schwieriger: es wird quasi ein Gesundheitszeugnis verlangt, na ja, nur reinigen, wir sind ja Freunde;-)) Imkern ist auch Charaktersache und das zeichnet sich schon vorher ab! Es wird eine eigene Schleuder werden müssen, anders gehts nicht ohne Ärger.

Samstag, 13.5.2017 – Es gibt Westen 2! Ein ganzes Volk, in einer Woche wird schon aufgesetzt. Danke, lieber Alfred!

Samstag, 13.5.2017 – Ableger von Alfred bekommen: bei 23° 3 Vollzargen-Rähmchen voller Bienen eingebaut. Westen 1. Gibt heuer keinen Honig, aber wir hoffen, dass sie sich am neuen Standort gut entwickeln. Sie werden gefüttert mit Apiinvert. Die letzten Reste, danach gibts nur noch Zuckerwasser. Süden hat heute eine Honigzarge aufgesetzt bekommen.

Freitag, 21.4.2017 – Die ganze Woche Frost. Schwierig für ein kleines Volk.

Freitag, 24.3.2017 –Süden brütet in der 1. Zarge auf 8 Rähmchen und auf der 2. Zarge auf 6.

Freitag, 24.3.2017 – Der Schwarm Süden ist großartig, ich habe eine Zarge aufgesetzt. Noch bauen sie nicht unten an, vielleicht kann ich das durch die Maßnahme neue Zarge oben verhindern. Wien sehr schwach, wenig Bienen, aber auch ein wenig Brut. Mal schauen.

Freitag, 17.3.2017 – Kontrolle. Leider hat sich der Eindruck der Räuberei bei München bestätigt: nur leere Waben. Wien ist schwach, da war im Herbst/Winter auch sehr viel Varroa. Vielleicht schaffen sie es trotzdem.

Donnerstag, 23.2.2017 – Heute 15 -19°: die Bienen fliegen! Ich habe Futterteig aufgelegt. Die Bienen finden jetzt zwar Pollen, das ist die Eiweißnahrung für die neue Brut, aber sie finden noch keinen Nektar, also Honig-Vorstufe als Nahrung für sich selber. Also ein wenig nachhelfen! Der Flug war großartig, nicht bei München, das ist das Volk, das wahrscheinlich im Herbst ausgeräubert wurde. Aber der Scharm – Süden – und auch Wien fliegen brav.

Samstag, 4.2.2017 – Heute hatte es 6°, die Sonne scheint, da stieg die Temperatur bis 10 und 12°. Flugtag? Bei Süden das Vogelnetz weggenommen, ich hatte das Gefühl, dass die Bienen nicht (einfach) durch kommen. Einige tote Bienen vor dem Flugloch, die habe ich eingepackt und tiefgefroren für Gelenksöl. Eine Biene kam raus, hat gesummt, ist einen sehr kleinen Kreis geflogen und ist wieder rein ins Haus. Heute Sonntag war es wirklich warm. Mittags zeigte das Thermometer im Auto 19° an, obwohl es nicht in der Sonne gestanden ist. Kommende Woche soll es aber wieder Dauerfrost geben. Außerdem muss ich noch klären zum Thema Frühjahrsfütterung. Habe ich vergangenes Jahr nicht gemacht. Aber es scheint verbreitet – notwendig? – zu sein.

Samstag, 28.1.2017 – Das ist kein Faschingskränzchen, sondern die Apitherapie-Tagung in Klosterneuburg. Genauer: Präsident Anton Reitinger in Action. Hergestellt wurde ein Lippenbalsam, danach gings um den Eintrag zur Notifizierung. Mit so viel Computer-Problemen, dass die Intention, auch PC-fernen Imkern die Einfachheit der Sache nahe zu bringen, fürs erste als gescheitert betrachtet werden muss. Spannende Gespräche am Rand der Workshops und viel Neues. Morgen geht’s weiter. Danke Wilfried Ammon aus Zirl für die Fotos! Seine Website ist einen Besuch wert!

Freitag, 13.1.2017 – Gestern bei Sonnenschein meine Bienen besucht. München und Wien geht es gut. Es hat 6°, da ist natürlich noch kein Flug zu beobachten. Dann zu Süden. Dort irritierten mich Holzsplitter beim Flugloch und bald war es entdeckt: das Spechtloch! Offenbar ein junger Specht, denn er peckte unten zwischen Boden und erster Zarge. Noch nicht ganz durch, zum Glück. Am nächsten Tag dann: eingepackt mit Luftpolsterfolie, damit es keine Kältebrücke gibt. Und breit mit einem Vogelnetz eingepackt. Die Paletten erlauben ein breites Spannen. Hoffentlich hält es, und hoffentlich auch die Spechte fern!

Sonntag, 8.1.2017 – Beim ersten Schnee muss ich natürlich gleich schauen, wie es den Bienenstöcken geht: wunderbar! Alles ist sehr ruhig … dachte ich. Die Fluglöcher zugeschneit, auch davor ein luftiger Berg weißer Schnee, und darauf 7 tote Bienen. Nicht aus dem Stock gekommen, da gab es keine Spuren und der Schneefall hat am Vorabend gegen 20 Uhr eingesetzt. Woher sie gekommen sind, wie überhaupt ein Flug bei -3° möglich ist: keine Ahnung! Ich habe sie vorsichtig eingesammelt, um sie in Öl für Gelenksöl einzulegen. Ich machte noch einen Besuch, dabei fingen 2 Bienen an, sich zu bewegen! Eine Biene war zu schwach um zu krabbeln, aber eine zweite wurde richtig lebendig, lief rum und hat versucht zu fliegen. Leider zum Tod verurteilt. Und ich bleibe mit einem großen Rätsel zurück. Bin gespannt, wie sich das auflösen könnte!

Freitag, 31.12.2016 – Besuch bei den Bienen: Dank für dieses Jahr und Freude für das kommende. Die Diskussion des „Tell it to the bees“ ist noch nicht zu einem Schluss gekommen: den Bienen Veränderungen im Hausstand mitteilen. Im Buch „Vom Essen auf dem Lande“ von Franz Maier-Bruck, dem Autor des originalen Sacher-Kochbuches  – ein großartiges Buch mit Tradition und Rezepten aus allen Bundesländern – sind Bienen auch thematisiert. Dort heißt es, man muss den Bienen mitteilen, wenn der Imker gestorben ist, der Bienenvater. Muss man den Bienen Weihnachten mitteilen? In einem anthroposophischen Buch habe ich gefunden, dass man den Bienen eher zeigen soll, dass man es „auch“ weiß. Da kommen dann nur die Lostage aus den alten Bauernkalendern in Frage. Wir haben jedenfalls unsere Freude an den Bienen an die Stöcke getragen. Und die Hoffnung auf gute Arbeiten daran im kommenden Bienenjahr!

Mittwoch, 30.11.2016 – Seminar „Heilen mit Bienenprodukten“ mit der Heilpraktikerin Rosemarie Bort im Melarium in Klosterneuburg. Viele neue Informationen rund um Honig, Blütenpollen, Propolis und Gelée Royale und ausreichend Zeit für praktisches Üben und Herstellen. Entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral: das ist die Wirkung aller Bienenprodukte. Die Anwendung dementsprechend wirkungsvoll … und rasch, das kann ich nach eigenen Erfahrungen und nach Rückmeldungen aus dem Freundeskreis sagen. Honigmassage am Rücken als Tiefen-Reinigung mit ähnlicher Wirkung wie Schröpfen.  Als Maske im Gesicht wird Spannung der Nebenhöhlen reduziert und natürlich gereinigt. Auch Zähneputzen mit Honig ist karieshemmend: ausprobieren, schmeckt interessant und nimmt Entzündungen im Mund sofort weg. Daneben gabs Kraftkugeln mit Blütenpollen, Schokolade und Wachstücher zur Abdeckung der Bienenstöcke oder eingedreht als Ohrenkerzen. Auf den täglichen Gesundheits-Teelöffel kommt nach wie vor die Mischung aus Honig, Blütenpollen, Propolis und Gelée Royale. Hier ist die Website von Rosi Bort.

Dienstag, 22.11.2016 – Heute bei Wien und bei Süden mit Bienenwohl behandelt. München  nicht, die hatten schon. Bei 16° war natürlich viel Betrieb am Flugloch. Der Imker-Gehilfe war leichtsinnig und wollte unverschleiert helfen: das hat nicht allen gefallen! Der Stich ging unter die Lippe. Offenbar ist der Stachel mit den ersten Abwehrbewegungen rausgegangen. Jedenfalls war der Schmerz nur sehr kurz und es gab auch keine Schwellung. Feuertaufe bestanden. Wir hatten außerdem Hilfe von Peter und Dodo, beide sind stichlos geblieben.

Samstag, 19.11.2016 – Am Montag, 14., und am 15.11. war Frost. Die Tomaten sind verfallen, auch die Erdbeeren haben ihre Produktion eingestellt. Tomaten satt gabs noch am 7.11., siehe meinen  Koch-Blog, und die letzten Erdbeeren haben wir auch vorher  genossen! Die nächste Varroa-Behandlung ist also wie immer kurz vor Weihnachten. Heute haben wir Süden besucht. Man sieht den Stock jetzt schon von weitem, das gelbe Flugloch leuchtet uns durch den mittlerweile kahlen Garten entgegen. Und es gibt Flug: natürlich, bei 16°! Das Gemülle sieht auch ganz passabel aus und es gibt keinen Varro-Abfall mehr. Das sind gute Aussichten für den Schwarm, das kommende Frühjahr zu erleben!

Freitag, 11.11.2016 – Sehr nahe bei den Bienenstöcken gab es im Sommer ein Hornissen-Nest. Trotz aller Bedenken ist den Bienen offenbar nichts passiert, friedliches Miteinander, toi, toi, toi! Und das Nest von innen zu sehen, ist einfach sensationell! Die Waben sind natürlich riesig, sie werden von oben nach unten gebaut, dazwischen dünne Verbindungen. Die Farbigkeit ist sensationell. Offenbar jeweils einzelne Holzspäne, die aneinander geklebt werden. Atemberaubend schön in Farbe, Form und Funktionalität: Natur pur, es ist wirklich unübertrefflich!

Freitag, 4.11. und Samstag, 5.11.2016 – Es geht nah an Frost: 6° untertags, nachts natürlich kälter. München hat keinen Varroa-Abfall mehr, Wien noch viel und Süden mit 5 relativ wenig. Es ist zu kalt, um Api Life Var Streifen aufzulegen. In 3 Wochen werde ich mit Oxalsäure beträufeln.

Freitag, 28.10.2016 – Heute die Fluglöcher eingeschränkt. Jetzt verstehe ich die Angst vor Räuberei. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät. Der letzte Wechsel der Api-Streifen. Varroa-Abfall sollte gegen 0 gehen. Das sieht nicht so aus. Doch Frost ist nicht in Sicht, danach könnte eine Behandlung mit Bienenwohl einsetzen.

Montag, 24.10.2016 – Viel Flugbetrieb noch immer und im Gemülle ist Wachs.
Für Kerzen muss das Wachs sauber sein: mehrfaches Abkochen und langsames Abkühlen lassen holt den Schmutz ans untere Ende. Er wird abgekratzt und der Block nochmals ins heiße Wasser gegeben. Als Abschluss den restlichen Schmutz gründlich abkratzen, bis nur noch das reine Wachs zu sehen ist.

Samstag, 22.10.2016 – Ein wunderbarer Tag für eine Landpartie, natürlich im Zeichen der Biene. In St. Georgen am Steinfelde den Bienenstock Nummer  7 besucht. Schönes Geschäft, sehr viel Kerzen, Kerzenformen, und natürlich alles andere. Nette Beratung, gute Atmosphäre. Sehr empfehlenswert! Genauso wie unsere Labstation, die Linde in Laaben. Gerichte, die inspirieren, großartig aussehen und noch besser schmecken! Schöne Räume, toller Service … und im Sommer im Garten muss es noch schöner sein.  Diese Landpartie kann Wiederholungen vertragen!

Freitag, 21.10.2016 – Viel Flug heute. Noch immer zähle ich die Varroa-Milben, es wird langsam weniger. Zum Glück! Räuberei bei München? Ich beobachte!

Dienstag, 11.10.2016 – Wechsel der Streifen, Der Varroa-Abfall hat sich stabilisiert.

Mittwoch, 5.10.2016 – Regen und die Temperaturen fallen. Maximal 14°, abends und nachts sinken sie auf unter 10°. Viele tote Bienen bei München. Und sehr viel Varroa. Ich lege Apilifevar Streifen ein.  4 Streifen in 4 Wochen.

Freitag, 30.9.2016– Ameisensäure noch immer. Hoffentlich wirkt es!
Der Sonnen-Wachsschmelzer hat seine Schuldigkeit getan und wird abgeräumt. Funktioniert großartig, das Wachs sammelt sich unten in einer Wanne und ist bereit zum weiter verarbeiten. Auch zum Reinigen war heute Zeit. Weißes Bienenwachs überall, ein weiteres Zeichen des unermüdlichen Arbeitens der Bienen.

Mittwoch, 28.9.2016 – Die alten Imker können nicht verstehen, dass ein Hobby-Imker sich Gedanken über ein Volk macht. Kommt es über den Winter oder nicht? Klar, bei 300 Völkern ist eines egal, da geht es nur darum, dass genügend Honig dabei rauskommt. Und das Zargenmaß ist offenbar überall Stein des Anstoßes: Freund ist, wer das eigene Maß verwendet, alle anderen sind einfach mit Vorsicht zu genießen! Dabei bin ich sehr froh, dass ich endlich verstanden habe, dass ich vor jedem Gespräch das Maß abfragen muss und die Hinweise dann dementsprechend einordnen. Bei der Imkerei ist es wie im wirklichen Leben: Kommunikation ist alles … und die funktioniert nie!

Dienstag, 27.9.2016 – Kontrolle: Bei Süden sind die 100 ml schon verdunstet. Varroa-Abfall ja, nicht übermäßig. München: das Brett ist übersät mit Milben. Wien: 2 Stück. Sehr spannend!

Freitag, 23.9.2016 – Das Wetter ist noch immer heiß untertags, nur abends kühlt es etwas ab. Morgens um 6 hat es 12, 13°, zwischen 8 und 9 sind es immerhin schon 16, 17° und es steigert sich auf bis zu 30°, sinkt abends aber schneller wieder ab. Dunkel ist es schon um halb acht, und das bei Sommerzeit. Heute Ameisensäure für alle Völker. Die Hitze ist dafür gut, es wird also verdunsten. Die Ameisensäure ist eine Diva: zu heiß geht nicht, also nicht über 30°, zu kalt geht auch nicht, unter 18° sollte es nicht gehen. Und Regen verwässert …

Montag, 19.9.2016 – Varroa Abfall beim Schwarm steigt an. Es wird Zeit für die 2. Behandlung. Interessant ist, dass das Volk direkt neben dem massiv mit Varroa belastetem 0, also keinen Varroa-Abfall hat. Ein Zeichen dafür, dass die schädliche Milbe in schwache Völker geht? Warum dieses Volk plötzlich schwach sein soll, weiß ich gar nicht. Es war das 1. Volk, es war immer das Größte und sehr vital. Und jetzt das. Der Schwarm nuckelt noch immer am Futter herum, die Futtertasse ist nicht leer. Interessant in dieser Sache ist auch, dass München ebenfalls noch Zuckerwasser hatte.

Mittwoch, 14.9.2016 – Auffütterung läuft, das Soll ist bald erreicht. Alle Völker haben regen Pollenflug, das ist auch ein gutes Zeichen: es gibt Brut, die Königin legt und das Volk ist vital. Ich bin dabei, die vielen guten Hinweise zu archivieren und abzustimmen mit meiner Zeit und meinen Möglichkeiten: Beim Füttern mit Zuckerwasser das Wasser mit Kamillentee aufkochen. Bei Räuberei: füttern mit Pfefferminztee als Grundlage.

Samstag, 10.9.2016 – Es ist noch immer warm, genauer: heiß wie im Sommer. Der Varroa-Abfall bei München hat zugenommen, das ist nach der Behandlung ein gutes Zeichen.

Donnerstag, 5.9.2016 – Der Schwarm nimmt das Futter langsam auf, hat aber unten eine gute Traube. 7-8 Wabengassen besetzt unten, daneben Pollen- und Honigwaben. Die obere Zarge ist auch zur Hälfte mit Honig gefüllt. Etwas wenig Bienen sind es zwar, aber doch mehr als im vergleichbaren Volk des vergangenen Jahres.

Freitag, 2.9.2016 – Der Varroa-Abfall bei dem einen Volk ist so groß, dass ich heute Bienenwohl angewendet habe. Das bedeutet, auch beim anderen Volk 3 Wochen warten vor der 2. Behandlung mit Ameisensäure. Ich hoffe, es nimmt dem Volk den Varroa-Druck!

Dienstag, 30.8.2016 – Hölzchen besorgt, Flugloch eingeschränkt bei allen Völkern. Wespen sind einige herum, mehr Sorge machen mir aber die Hornissen: angesiedelt in einem blauen Holzhäuschen oben am Baum. 3-4 Ma so groß wie Bienen, können sie angesichts von Bienenbeuten in einen Blutrausch geraten und alles ausräumen. Noch findet das Gemetzel eher auf den Pflaumen statt, die aufgeplatzt am Boden liegen. Einen positiven Aspekt von Hornissen bei Bienenstöcken gibt es auch: vor den Bienen müssen die Wespen daran glauben. Das nimmt den Wespendruck von den Bienen.

Sonntag, 28.8.2016 – Varroa-Kontrolle ist angesagt. Leider haben auch die Ameisen Hochkonjunktur. Doch irgendwie schaffe ich auch die Zählung der Milben. Ich habe bisher mit Einschränkung des Flugloches keine Erfahrungen gehabt und auch keine Notwendigkeit dafür gesehen. Doch jetzt sehe ich vor allem bei München eine ganze Batterie von Wächtern vor dem Flugloch. Wien hat weniger, aber auch im Vergleich von 3 Tagen vorher deutlich mehr Wächter. Morgen werde ich Holzplättchen besorgen und auch bei beiden das Flugloch einschränken. Die Räuberei ist also auch bei mir angekommen.

Freitag, 26.8.2016 – Große Durchsicht bei allen 3 Völkern. Sehr schöne Situation, gute Brut, schon viel Honig für den Winter gesammelt und teils auch verdeckelt. Der Schwarm hat zwar 5 Bruträhmchen, aber insgesamt könnten es mehr Bienen sein. Vielleicht kann ich noch ein kleines Volk dazu kaufen. Es ist sehr spannend und wie alle Imker erzählen, so ist es auch bei mir: alle Völker sind anders. München brütet in der 1. Zarge, ganz unten. Wien brütet in der 2. Zarge, also in der Mitte. Außerdem hat München unten drangebaut und auch bebrütet. Mein Eindruck ist, dass Wien das stabilere Volk ist.

Montag, 22.8.2016 – Alle Völker werden ordentlich gefüttert. Sie nehmen das Futter sehr schnell auf, das spricht für eine gute Qualität der Völker. Hoffentlich werden sie den Winter überstehen.

Dienstag, 16.8.2016 – Heute hat auch der Schwarm die Varroa-Behandlung bekommen. Das Wetter ist passabel: zwar leider ein wenig nass, aber nur ein paar Tropfen.

Sonntag, 14.8. 2016 – Meine Bienen haben einen wunderbaren Standort: streng biologisch angebautes Gemüse, Kräuter, Blumen und mehrere kleine Seen. Die Varroa-Behandlung läuft noch, die Ameisensäure ist noch in den Stöcken.

Donnerstag, 11.8.2016 – Die beiden großen Völker werden gegen die Varroa-Milbe behandelt. Das Wetter spielt mit, es ist nicht zu heiß aber es regnet auch nicht. Wasser würde die Ameisensäure verdünnen und die Behandlung unwirksamer machen.

Montag, 8.8.2016 – Als Vorbereitung auf den Winter die Brutwaben zusammen und mittig gehängt, rundherum reichlich Honigwaben. Die obere Zarge wird ausgebaut. Süden sitzt nun unten und baut vielleicht auch noch oben aus. Alle Völker bekommen nun reichlich Futter.

Freitag, 5.8.2016 – Das Grillen am Vereinsbienenstand ist bereits beim Ausräumen einem Gewitter zum Opfer gefallen ist. Weiter gings im Vereinsheim, da war Platz genug für einen gemütlichen Austausch. Vielen Dank!

Dienstag, 2.8.2016 – Der Schwarm, er heißt Süden, hat nur oben ausgebaut. Das wird beizeiten nach unten kommen, damit sie die 2. Zarge bis zur Einwinterung noch auffüllen können. Das Futter ist auch hier schnell weg. München und Wien brauchen für 3,5 l einen Tag. Es wird täglich nachgefüllt.

Samstag, 30.7.2016 – Durchsicht der Völker und nochmal Waben entnommen für eine 2. Schleuderung. Danach die Rähmchen wieder eingehängt, damit die Bienen sie sie ausschlecken. Jetzt wird aufgefüttert vor der 1. Varroa-Behandlung. Dieses Jahr gibt es Zuckerwasser 1:1. Tiroler und Schweizer Imker gehen wieder weg von Apiinvert und füttern Zuckerwasser.

Mittwoch, 20.7.2016 – Durchsicht. Offene und verdeckelte Brut, schon wieder Honig eingetragen. Beide Völker fliegen emsig. Nur der Schwarm scheint etwas träge. Vielleicht ist der Standort unter einem Baum zu wenig sonnig. Weiter beobachten! Den Honig der Völker meines Nachbarn probiert: schmeckt sehr ähnlich, einfach köstlich!

Montag, 18.7.2016 – Abgeschöpft. In Gläser gefüllt und heute die Etiketten gemacht: Voila, der erste Honig! Sieht großartig aus und schmeckt sensationell! Bei aller Unsicherheit in meinem 1. Bienenjahr: ein bißchen was habe ich offensichtlich doch richtig gemacht.

Montag, 11.7.2016 – Großer Tag: die 1. Schleuderung! München und Wien haben reichlich Honigzargen, sie sind friedlich bei Entnahme. Beim Zurückgeben der ausgeschleuderten Rahmen sind sie aufgeregter. Ich freue mich über meinen ersten Honig! Auch das Entdeckelungswachs habe ich in Gläser gefüllt: das ist eine ideale Allergie-Behandlung, besonders natürlich für Menschen aus der allernächsten Umgebung, also aus Wien und dem 13. Und der Schwarm ist ziemlich gewachsen, offene und verdeckelte Brut auf fast der ganzen Zarge. So kann es weitergehen.

Dienstag, 6.6.2016 – Kontrolle aller Völker. München hat offene und verdeckelte Brut auf 7 Rähmchen. Wien ebenfalls, also alles am Laufen. Süden wird gefüttert und baut kräftig aus. Die Brut ist bereits verdeckelt.

Montag, 30.5.2016 – Süden besetzt bereits 4 Rähmchen! Wunderbar, so kanns weitergehen!

Dienstag, 17.5.2016 – Den Schwarm, er hat schon einen Namen: Süden!, mit Bienenwohl behandelt. Sieht ganz gut aus 2 Tage später. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln, der Obst-, Gemüse- und natürlich der wunderbare Blumengarten wären da für eine durchgängig gute Tracht.

Kontrolle der Völker am Pfingstsonntag, 15.5.2016 Zur Kontrolle meiner Stöcke am Standort einen Schwarm entdeckt! Er hing sehr weit oben, aber mit Hilfe des richtigen Geräts konnten wir die Äste herzunterbiegen und die vorderen Ast-Bereiche mit den Schwärmen daran herunterschneiden. Ich habe sie gleich in die Beute eingeschlagen und hoffe, ein neues Volk wächst heran. Ohne Dunkelhalft am neuen Standort klappt es vielleicht noch besser. Das Beträufeln mit Oxalsäure kommt in den nächsten Tagen, dann das Warten auf die erste Brut. Ganz schön spannend! Danke Mario, danke Peter: es geht wirklich nur zu dritt! Zum Glück hat das Wetter gehalten.

Die Familie von Peter war da und hat mir geholfen, die Bienen zu begutachten, allen voran die mutige Marlene! Die Drohnenwabe von „Wien“ war voll verdeckelt, ich habe sie ausgebrochen und den Rest Honig an den Rändern haben wir verkostet. Alle waren begeistert! Er schmeckt voll und würzig. Die wunderbaren Wildblumenwiesen, der Salbei und die anderen Bio-Raritäten am Grundstück haben sicher einen großen Anteil daran.

Samstag, 7.5.2016 – Die Sonne scheint und es hat 25°: endlich warm! „Wien“ hat gut ausgebaut, die Drohnenwabe ist zu 2/3 verdeckelt. Da warte ich noch ein wenig zu, die Drohnen brauchen 24 Tage, bevor sie schlüpfen, also besteht keine Eile und bald wird alles verdeckelt sein und die Varoen eingeschlossen. Viel Brut, schöne Futterkränze, auch viel Honig. „München“ ist auch sehr aktiv, viel Brut, meine Erweiterungsarbeiten kamen offenbar rechtzeitig. Beide Varroa-Bretter sind voller Ameisen.

Kontrolle von Volk „München“ am 24.4.2016 „München“ hat alles ausgebaut: klar, es sind fast 4 Wochen seit der letzten Arbeit. Die Drohnenwabe ist fast ganz verdeckelt, also genau die richtige Zeit, die Drohnen auszubrechen. Schwager Michi kann etwas davon für seine Fische gebrauchen: zum Glück. Die Drohnenwabe hat 17×66 und das auf beiden Seiten, also an die 2300 Larven.

Erweiterung von Volk „Wien“ am 2.4.2016 Die Stiche sind abgeheilt und ich kann das Summen wieder hören, ohne in Panik zu verfallen, also ist es Zeit für eine Bienenarbeit! Volk „Wien“ war immer ein wenig kleiner als München, aber auch sie haben sich vergrößert und sind voller Brut. Schöne Futterkränze rundherum, auch schon eigene Honigwaben wurden angefüllt. Auch hier Anbauten abgetragen und Drohnenrähmchen zugegeben. Alles in allem sind sie weniger wehrhaft wie „München“ – dankeschön!, und machen mir viel Freude.

Erweiterung von Volk „München“ zu Ostern, 27.3.2016 1. Durchschauen von Volk „München“: Die Bienen sind sehr aktiv, es gibt viel Brut und das Volk hat sich bereits enorm vergrößert! Ich habe beide Zargen kontrolliert, die Anbauten abgetragen, Mittelwände dazwischen platziert, Drohnen-Rähmchen eingehängt (Position 2 und 9). Die Arbeiten haben das Volk durcheinander gebracht und nach den friedvollen Begegnungen im Sommer und Herbst habe ich mit dieser Wehrhaftigkeit nicht gerechnet: Es gab einige Stiche – Arthrose ade!

Karfreitag, 25.3.2016 – Alles blüht, vor allem die Kriecherl sind eine Wucht! Und die Goldfische schwimmen im Teich! Der Flugbetrieb kommt langsam in Fahrt.

Sonntag, 20.3.2016 – Besuch bei Walter Enzinger, www.honigimglas.at, in Gföhl im Waldviertel: Ein Einblick in eine sehr interessante Betriebsführung. Vielen Dank für die Gastfreundschaft! Auch interessant: im Waldviertel ist die Vegetation ca. 3 Wochen hinter Wien. Die Rückfahrt durch das romantische Kremsertal war wild-romantisch: sehr empfehlenswert! Am Weg liegt das Weingut Nigl: ist notiert, beim nächsten Mal räumen wir das Auto frei für Weinkisten!

Mittwoch, 16.3.2016 – Vortag über das Muller-Brett: Sehr einleuchtend, die Varroa mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen: der Imprägniertheit auf die Pheromone. Und die Methode ist einfach und günstig: eine Varroen-Falle in die Beuten einlegen, die Milben auskippen: fertig! Diese Methode ist wirklich mehr als eine Überlegung wert. Außerdem ist es eine ideale Völker-Teilung. Ich denke sehr darüber nach…

Montag, 14.3.2016 – Eine Wildbiene läßt sich auf unserem Balkontisch für ihren Reinigungsflug nieder – bitte gerne, jederzeit wieder!

Montag, 22.2.2016 – Morgens schon 14°, jetzt um 22.30 Uhr noch 17°.Untertags volle Sonne, obwohl windig. Die alten Imker raten zur Fütterung. Das viele Fliegen kostet Energie, und die Pollenhöschen weisen auf Brut hin. Bei den Bienenstöcken ging es rund: So viel Bienenflug war nur im Hochsommer! Und natürlich waren sie heute wild. Wenn der Bienenstock um diese Zeit geöffnet wird, wird er verteidigt. Es wurde dann nur ein einziger Stich: großartig! Apitherapeut Antonio aus Lissabon, sagte bei der Apitherapie-Tagung, der Imker soll sich nicht abschotten vor seinen Bienen. Regelmäßige Stiche sind gut für den Körper. Es schaut gar nicht so schlimm aus, obwohl der Stich unter dem Auge war.

Keine Varroa und auch das kleine Volk baut schon aus – ich freue mich. Zwar ist der Winter noch nicht vorüber, andererseits war die Natur in Wien nach meinen Beobachtungen auch in den vergangenen Jahren im Frühjahr fast 4 Wochen vor München mit seinem leicht alpinen Klima.

Mittwoch, 17.2.2016 – Es gibt sie doch, die bösen Hexen! Auf der Suche nach Produkten der effektiven Mikroorganismen in Wien habe ich den 7. Bezirk abgegrast. In der Zieglergasse 31 einen sehr schönen Laden gefunden, auch sortiert in multikraft: www.rosiglich.at. Ein gutes, entspanntes Gespräch mit dem Inhaber, einem Energetiker aus Deutschland. Und jede Menge wunderbare marokkanische Babouche in den schönen satten Lederfarben und schöner Stickerei! Weil ich schon da war, ging ich auch noch zum Reformhaus in der Neubaugasse. Ziemlich voll, weil auch gegessen wird. Sehr eng. Die Besitzerin (noch für einige Jahre, dann kommt der Ruhestand) sehr bestimmt. Ich habe trotzdem meine Fragen gestellt. Beim Thema Kosmetik sagte sie, bei einer ihrer Ausbildungen zur Kosmetikerin habe sie ihre Cremes unter dem Mikroskop gesehen und sofort weggeworfen: selbstgemachte Kosmetik „lebt“ und zerstört die Haut. Ich habe diesen Spruch tatsächlich mehrere Tage nicht aus dem Kopf gebracht – es fühlte sich an wie ein Fluch. Dabei verwende ich meine Cremen schon seit November und meiner Haut geht es wunderbar! Und ich bin überrascht, wie viele Frauen sich ihre Cremen selber rühren zum Vorteil ihrer Haut. Und diese Kosmetikerin verkauft in ihrem Laden auch effektive Mikroorganismen: da ist wohl die Theorie nicht durchgedrungen!
Ich jedenfalls werde dieses Thema weiter verfolgen und mein Wissen erweitern.

Samstag, 30.1.2016 – Apitherapie-Tagung in Zell an der Pram. Im wunderbaren Schloss von Zell an der Pram trafen sich bereits am Freitag abend ImkerInnen aus Österreich und Deutschland. Der Samstag war 2 Workshops vorbehalten: Anton Reitinger, Präsident der ÖGA, informierte sehr detailliert über neue Bestimmungen bezüglich Kosmetik und Bienenprodukten. Nicht nur die Etiketten ändern sich 2016. Nachmittags gab Antonio Couto aus Lissabon Einblicke in seine Therapie mit Bienengift. Sehr beeindruckend ist die Liste der Anwendungen. Die Bienen, die er dafür verwendet, stammen aus Völkern, die nicht behandelt werden.
Das Programm am Sonntag war dichtgedrängt und bunt: Eigenschaften und Anwendungen von Propolis und eine ärztliche Analyse zum Thema Insekten-Gifte und Allergien. Sehr launig und produktiv die Ernährungstipps von Christian Purtscher: endlich ein Ernährungswissenschaftler, der zum normalen Essen aufruft.
Apitherapeut Antonio Couto erzählte Details seiner Diät „Essen wie die Honigbiene“: die Essenz hat bereits Eingang in unseren Ernährungsplan gefunden.
Das Highlight für mich war Dr. Andreas Dabsch, Ganzheitsmediziner. Das Ökosystem Darm findet flexible Therapien in der Schulmedizin: das nenne ich eine Revolution! Außerdem propagiert er die Effektiven Mikroorganismen für Mensch, Haus und Garten.

28.1.2016 – Reinigung in vollem Gange. Noch ein Tag mit Sonne und 15°. Vor den Beuten sammeln sich die toten Bienen, die aus dem Stock geschafft werden. Auch einige Pollenhöschen habe ich entdeckt, nicht voll wie im Sommer, aber immerhin helle Streifen an den Hinterbeinen. Und ein Vorarlberger Bauer sagt, wenn die Bienen fliegen, ist der Winter vorbei. Sogar für Wien fällt es mir schwer, das zu glauben.

27.1.2016 – Die Bienen fliegen! Bei 15° ist das nur natürlich. Ein Reinigungsflug, mitten im Winter? Das ist eigentlich nicht günstig. Dass es warm bleibt, davon kann man nicht ausgehen. Aus Bienensicht würde ich hoffe, dass es bald wieder ordentlich kalt wird, damit die Winterruhe weitergehen kann. Am Wochenende bin ich bei der Tagung der Österreichischen Apitherapie-Gesellschaft, da werde ich mich diesbezüglich umhören.

28.11.2015 – Kosmetik, erste Versuche. Das Wachs muss verarbeitet werden. Rosenwasser, Rosenöl, Limettenöl, Jojobaöl, Kakaobutter … die Apotheke hat alles. Die Temperatur im Blick und unter langem, ausdauernden Rühren entstehen wunderbare Cremes. Die Creme „Natur pur“ verwende ich als Körpercreme: eine kleine Menge in den Händen verreiben und dann eincremen. Es fühlt sich an wie Sonnenstrahlen! Der Lippenbalsam mit Limettenöl schmeckt wunderbar frisch. Einzig an der Rosencreme muss ich noch experimentieren: sie hat für meine Haut zu viel Öl-Anteil. Und zur Haltbarkeit kann ich nach knapp 7 Wochen sagen: tadellos. Die Cremen stehen im Badezimmer. Das Aufbewahren im Kühlschrank finde ich nicht praktikabel: soll ich jeden Tag früher aufstehen, um die Cremes rauszunehmen, damit sie sich aufwärmen, bevor ich sie verwende? Und danach wieder wegräumen? Außerdem ist unser Kühlschrank voll. Und noch eine Erkenntnis: meine Cremen sind nicht weiß!

17.7.2015 – Besuch aus München von Andrea und Elisa. Große Freude, dass Andrea und ihre Tochter Elisa uns in Wien besuchen! Sie haben sich die heißesten Tage ausgesucht, 40° im Schatten sind nicht ohne beim Stadtbummel. Bei den Bienen ist es kühl und ich freue mich, München, Wien und Landeck herzuzeigen. Anfang der Woche waren Martin und Barbara da (Imkerei Lasser) und finden, dass sich die Völker gut entwickeln. Finde ich auch und freue mich.

11.7.2015 – Massivholztischler.at. Das einzige Bienengeschäft in Wien ist gewöhnungsbedürftig. Preise wie in der Apotheke und die Rechnung gibt’s erst nach mehrmaligem Nachfragen Monate später. Zum Glück gibt’s den Schittenhelm in Mistelbach … und die Steiermark ist auch immer eine Reise wert!

5.7.2015 – Varroa-Behandlung in Tulln. Die Sonntage in Tulln werden mir fehlen! Heute geht’s danach zum Baggersee. Varroa-Behandlung scheint eines der wenigen Themen zu sein, zu dem einigermaßen Konsens herrscht. Die Wärmebehandlung wird zwar in der Imkerzeitschrift Bienen aktuell massiv gepusht, in allen Ausgaben mindestens 4 Seiten. Ich habe aber noch keinen gewerbsmäßigen Imker getroffen, der damit arbeitet. Also eher ein kostenintensiver Gag für die Legion der Hobbyimker, die Kosten nicht scheuen?

1.7.2015 – Bienenvölker 2 und 3 sind da. Auch sie haben Namen: rechts steht Wien, links Landeck. Jetzt geht es richtig los!

27.6.2015 – Vaseline gegen Ameisen. Heute war es gewittrig, im Laufe des frühen Nachmittag wurde es ruhiger. Reger Flugbetrieb, das freut mich natürlich. Ich aber bin damit beschäftigt, die Varroa-Böden ringsum mit Vaseline einzucremen. Das soll die Ameisen davon abhalten, meine Beute zu entern. Den anderen Rat, nämlich die Beute in eine Wanne mit Altöl zu stellen, habe ich fürs erste ignoriert. Nicht aus Prinzip natürlich – hätte ich mehrere Liter Altöl greifbar, würde ich möglicherweise auch diesen Rat alter Imker ausprobieren, ich bin willig und lernfähig. Nur geht es mit meiner Absicht, Bio-Honig zu machen, nicht ganz konform. Und aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen: Das Imker-Latein scheint eine niedere Schwelle zu haben und nicht alle Imker wollen etwas weitergeben.

23.6.2015 – Ameisen entern den Bienenstock. Bisher lief alles gut, die Bienen fliegen und kommen mit Pollenhöschen zurück. Das Futter wurde gut angenommen und war rasch verbraucht. Die Organisation verlangt uns einiges ab, aber es entwickelt sich. Heute beim Öffnen die große Überraschung: die Futtertassen haben mehrere Nester von Ameiseneiern, geschätzte 100.000 Eier. Das Schöne an neuen Projekten ist, dass sich bei jedem Handgriff neue Fragen auftun: habe nur ich Ameisen im Stock? Macht das den Bienen etwas? Wegtun oder einfach lassen? Und wenn entfernen: wohin? Ich habe im weiteren Umfeld keine Ameisen bemerkt – bisher! Ich habe mich im Lauf der Zeit mit einer ganzen Menge von Bienenbüchern eingedeckt, werde heute abend nachschlagen und hoffe auf erschöpfende Antworten!

15.6.2015 – Sehr windig und kalt, dazu Schauer. Jetzt wird alles wichtig, vor allem das Wetter. Die Schafskälte greift um sich, es hat 11°, dazu geht ein heftiger Wind. Zum Glück ist der Standort recht gut geschützt. Und 11° ist noch warm genug, es wird keine Erfrierungsopfer geben. Außerdem sind die Bienen schon sehr viel länger auf der Erde als wir Menschen und wissen gut, was zu tun ist.

12.6.2015 – 1. Kontrolle. Natürlich muss ich heute gleich nachschauen, wie es meinem ersten Volk geht. Es hat natürlich einen Namen: München. Sentimentalität & Heimweh. Sie fliegen schon! Der Flugbetrieb ist natürlich recht moderat, entsprechend der Größe. Doch das wird sich sicher ändern. Es gibt eine Fütterung für die kommenden Tage. In der Sonne sieht der Standplatz noch schöner aus. Die Beute steht den größten Teil des Tages in der Sonne. Rundherum bepflanzte Gärten, genug Wasser – eigentlich sollten sie sich wohl fühlen.

11.6.2015 – 1. Volk angekommen! Heute um Mitternacht hat mein erstes Volk Quartier bezogen. Die Zeit ist nicht wirklich imkerisch richtig, aber es war nicht anders zu regeln. Auf einer Zarge sieht es noch sehr klein aus. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl und vergrößern sich, damit die Überwinterung gesichert ist.

7.6.2015 – Schwarmverhinderung Ableger und Honigernte. Wieder ein Praxis-Sonntag in Tulln, mittlerweile schon eine gewohnte Strecke, diesmal mit dem Motorrad. Noch immer Theorie, aber nicht mehr lange! Es geht schon sehr ins Detail: Fluglochbeobachtung. Keine Pollenhöschen werde ich als Gefahrenzeichen erkennen. Abhilfe? Die Königin suchen. Das Volk auf Weiselzellen überprüfen, notfalls eine Königin zusetzen. Die Schwarmverhinderung habe ich so oft gelesen, dass ich fast alles schon kannte: das ist eine ideale Wiederholung. Dazu kann Edmund jede Frage beantworten.

3.6.2015 – Bei der Hochzeit von Maren und Werner erfahren, dass Wabenhonig bei der alternativen Krebstherapie eingesetzt wird. Wie ja überhaupt die Heilwirkung aller Bienenprodukte nicht hoch genug einzuschätzen ist. Die extrem niedrige Krebsrate unter Imkern hat sicher mit dem Honig und der schönen Arbeit zu tun – aber sicher auch mit einer branchenspezifischen Sturheit. Auf kleinere Verbrennungen oder Wunden kommt bei mir nur noch Honig, 10 Minuten, bevor es wieder abgeschleckt wird. Es heilt sofort und ohne Narben.

30.5.2015 – Standplatz ebnen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Vergangene Woche war auslichten des Urwalds und abschöpfen der Wasserlinsen. Eine Sisyphos-Arbeit: 4 Stunden geschöpft, und am Tag danach war die Wasseroberfläche schon wieder zugewachsen. Meine Beuten stehen vorsichtshalber auf Beton (Danke, Mario!), der Platz ist wunderbar, auf allen Ebenen gibt es Teiche, insgesamt 3 Stück. Das Wasserproblem ist damit gelöst. Alles steht gerade: ihr könnt kommen!

17.5.2015 – Besuch bei meinem Volk! Ein wunderbarer Garten und daran anschließend ein kleines Waldstück: so leben meine Bienen bisher. Allerdings sind sie Land-Bienen mit unterschiedlicher Tracht. Das wird sich in Wien sicher ändern, die Bepflanzungen sind reichlich und geben sicher das ganze Jahr über reichlich Pollen und Nektar. Ich habe geholfen, den Schwarm einzuschlagen. Wirklich aufregend! Die Menge der Bienen ist großartig, und das Schönste sind die Geräusche. Ein Summen, das bis weit in den Garten hinein trägt. Jetzt sind sie schon in meiner Beute und gewöhnen sich an ihre neue Behausung.



8.5.2015 – Bienentag im Rathaus.
Spannend! So viele Vereine, so viele Produkte! Lindenblüten-Creme-Honig verkostet, Bee-Secco, für mich deutlich zu süß, auch mit Met muss ich mich erst anfreunden. Die Entdeckung war Honig-Eis, das im 17. Hergestellt und dort auch in einer Eisdiele verkauft wird.

21.4.2015 – bei Bienenwohnungen Janisch in Sebersdorf. Heute war Großeinkauf. 3 Beuten, 5-stöckig, mit Futtertrog und Dach, Zander Flachzarge. Diverses Werkzeug, nachdem ich dank der Beratung einiger erfahrener Imker im Verein die Listen für Neu-Imker auf sofort wichtig und später notwendig gruppieren konnte. Natürlich hat nur knapp die Hälfte in mein Auto gepaßt. Und Glück hatte ich auch, denn ich bin einfach hingefahren. Usus ist Vorbestellung mit einigen Wochen Wartezeit, das wußte ich zum Glück nicht. Denn die Bienen sind schon im Anmarsch.

19.4.2015 – Einführungspraxis in die Imkerei und Frühjahrsrevision. Wieder ein Sonntag in Tulln, diesmal geht’s in die Praxis. Mittelwände einlöten, sicher eine der leichteren Übungen. Trotzdem geht üben über studieren. Oben bündig oder unten? Und wenn man nicht rechtzeitig aufhört, bricht die Mittelwand in Stücken durch. Was auch immer klarer wird: das Ganze ist sehr platzintensiv! Mal schauen, wo ich dann meine Mittelwände einlöte. Zum Glück gibt es in unserem Haushalt eine auf 6 oder 12 Volt umschaltbare Ladebatterie – dem Motorrad sei Dank!
19.3.2015 – Hygienekurs in der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth. Nicht der nächste Weg, aber da ich mich in diesem Teil Österreichs ja kaum aufgehalten habe, genieße ich die Fahrt mit Sigi und Dorly. Der Inhalt ist wichtig, erschwert aber auch das Gestalten von ansprechenden Etiketten. Die schönste für mich ist nach wie vor die meiner Kalligrafie-Lehrerin, der Grafikerin Irmgard Bauer aus München: www.irmgard-bauer.eu



7.2.2015 – Grundschulung für Imkerneueinsteiger.
Aller Anfang ist schwer! Der erste Kurstag bringt zuerst einmal mehr Verwirrung als Klärung. Interessante allgemeine Tipps zu Literatur und zu den gesetzlichen Regelungen, die Wichtigkeit der Vereinszugehörigkeit. Alles, was die Bienen betrifft, ist noch leere Theorie. Viele praktische Tipps vom tollen Lehrer, dem Imker Edmund Fridau, die ich zwar eifrig notiere, deren Wert sich aber erst im Lauf der Praxis zeigen wird. Hoffentlich erinnere ich mich noch an alles!

27.1.2015 – Science Busters berichten über die Tänze der Bienen. Erforscht von Prof. Dr. Karl von Frisch, Professor der Zoologie und Direktor des Zoologischen Instituts an der Universität München. Der Rund-Tanz zeigt Futterquellen in weniger als 100m Abstand vom Stock an. Weiter entfernte Tracht wird mit dem Schwänzel-Tanz mitgeteilt. 1 Sekunde bedeutet 1km Entfernung. Die vertikale Linie bezieht sich auf den Sonnenstand. Sensationell!

2015 wird mein erstes Bienenjahr!
Nach einem Jahr in Wien weiß ich mittlerweile genau, was mir fehlt: der Naturbezug. Keine Berge, kein See in Gehweite. Keine Katze mit Freigang möglich. Was liegt näher, als meinen langgehegten Wunsch anzugehen: Bienen! Die Weichen sind bereits gestellt: die ersten Völker werde ich von Sigi bekommen. Bücher waren bereits bei den Weihnachtsgeschenken dabei. Angebote für Ausbildungen gibt’s einige. Am sinnvollsten erscheinen mir die 4 Module der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth, das Zentrum der Imkerei-Ausbildung. Einige der Imker-Namen aus Warth kenne ich bereits als Autoren der Fachbücher. Der nächste Ort für mich ist die LFS Tulln. Hoffentlich klärt sich dabei einiges. Denn die erste Eigenart der Imkerei habe ich schon kennen gelernt: Je mehr ich lese, desto unklarer wird alles. Da hilft nur: Wissen zwar erweitern, aber Praxis scheint das Zauberwort zu sein.